Herz-Kreislauferkrankung ist ein allgemeiner Ausdruck für Erkrankungen, die das Herz und die Blutgefässe betreffen. Dazu zählen koronare Herzerkrankungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Hypertonie, periphere Verschlusskrankheiten, chronische Herzinsuffizienz, Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen.
Herz-Kreislauferkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Industrieländern. Weltweit wird einer von drei Todesfällen durch Herz-Kreislauferkrankungen verursacht – das sind weltweit jährlich 17 Millionen Tote. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass die Anzahl der Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauferkrankungen bis 2030 auf weltweit fast 25 Millionen steigen wird. (
http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2004/pr68/en/).
Herz-Kreislauferkrankungen im Überblick:
Zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen gehören das Rauchen, Bluthochdruck, Hyperlipidämie (ein zu hoher LDL-Cholesterinspiegel und/oder Triglyceridspiegel), Diabetes, Übergewicht und zu wenig Bewegung.
Die häufigsten Komplikationen einer Herz-Kreislauferkrankung, die mit lebensbedrohlichen Zuständen einhergehen, sind:
Koronare Herzerkrankung – Eine Verengung der Arterien, die das Herz mit Blut versorgen. Eine Atherosklerose, bei der sich Ablagerungen von Blutplättchen an den Gefässwänden bilden, ist hierfür die häufigste Ursache. Eine koronare Herzerkrankung trägt zu anderen Herz-Kreislauferkrankungen bei, einschliesslich Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall.
Herzinfarkt – Eine akute Unterbrechung der Blutzufuhr zum Herzmuskel tritt auf, wenn eines oder mehrere der Herzkranzgefässe verstopft sind (wird auch als Myokardinfarkt, MI, bezeichnet).
Schlaganfall – Reversible oder irreversible Schäden von Nervenzellen im Gehirn, die durch Sauerstoffmangel verursacht werden. Der Schaden entsteht durch Sauerstoffmangel aufgrund von verstopften Gefässen oder durch eine Ansammlung von Blut durch blutende Gefässe.
Periphere Verschlusskrankheit – Eine Verengung der vom Herz wegführenden Arterien, meistens in den Beinen, Unterarmen oder Händen.
Chronische Herzinsuffizienz – Ein komplexes klinisches Syndrom, wobei das Herz nicht in der Lage ist, eine genügende Menge Blut in die Peripherie zu pumpen.
Angina pectoris – Schmerzen im Brustkorb aufgrund ungenügender Sauerstoffzufuhr zum Herzen.
Herzrhythmusstörungen – Jede Veränderung des normalen Herzschlagrhythmus.