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Schilddrüsenerkrankung

Schilddrüsenstörungen zählen weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. Das Auftreten der Schilddrüsenunterfunktion, der häufigsten Schilddrüsenerkrankung [1], hat fast schon das Ausmass einer Epidemie. Epidemiologische Daten deuten darauf hin, dass über 200 Millionen Menschen weltweit an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden, aber nur 20% dieser Menschen derzeit dagegen behandelt werden.
Merck Serono arbeitet seit langem an Behandlungen von Schilddrüsenerkrankungen und bietet weltweit Therapien gegen die Schilddrüsenunterfunktion, die Schilddrüsenüberfunktion und zur Verhinderung von Erkrankungen aufgrund von Jodmangel. Zusammen mit internationalen Organisationen, unter anderem ICCIDD, UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation, ist Merck Serono in der Forschung aktiv und setzt sich ein, den Jodmangel in Europa und auf der ganzen Welt zu bekämpfen.
Schilddrüsenunterfunktion im Überblick:
  • Als Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), die häufigste Schilddrüsenerkrankung, bezeichnet man jeden Zustand, bei dem die Produktion des Schilddrüsenhormons unter dem Normalwert liegt.
  • Schilddrüsenhormone beeinflussen das Wachstum, die Entwicklung und viele Zellprozesse – daher kann ein Mangel an Schilddrüsenhormonen beträchtliche Auswirkungen auf den Körper haben.
  • Der Körper braucht Jod, um Schilddrüsenhormone zu produzieren. Jod wird hauptsächlich via Lebensmittel, beispielsweise Fisch und Meeresfrüchte, Brot und Jodsalz, aufgenommen.
  • Die beiden wichtigsten Hormone sind Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3).
  • T3 wird bei Bedarf aus T4 hergestellt.
  • Die Schilddrüse wird von der Hirnanhangdrüse gesteuert, welche die Schilddrüsenhormonproduktion mit Hilfe eines speziellen Hormons, dem Thyrotropin (TSH) lenkt.
  • Werden zu wenig Schilddrüsenhormone produziert (Schilddrüsenunterfunktion), regt die Hirnanhangdrüse die Produktion an, indem sie mehr Thyrotropin (TSH) ausschüttet.
  • Befinden sich zu viele Hormone im Blutkreislauf (Schilddrüsenüberfunktion), drosselt die Hirnanhangdrüse die Produktion von Thyrotropin.
  • Die Wahrscheinlichkeit einer Schilddrüsenunterfunktion wächst mit zunehmendem Alter und tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf.
  • Die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind vielfach subtil und nicht spezifisch, sie gleichen meistens den Symptomen anderer Erkrankungen. Häufig werden sie dem “normalen” Alterungsprozess zugeschrieben. Die Beschwerden der meisten Patienten beziehen sich auf eine Verlangsamung des Stoffwechsels: ein verlangsamter Pulsschlag, aufgedunsene Haut, brüchiges Haar, Gewichtszunahme, Verstopfung, Müdigkeit …
Nach der Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion ist eine Hormonersatztherapie erforderlich, meistens für den Rest des Lebens.
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