The Merck Group Website
The Merck Group Website

Kopf-Hals-Karzinome

Das Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Hals-Bereich (SCCHN), üblicherweise als Kopf-Hals-Tumor bezeichnet, ist global der sechsthäufigste Tumor [1] und stellt eine besondere Herausforderung für die Therapie dar. Während der letzten zehn Jahre wurde weltweit ein deutlicher Anstieg von neu erkrankten Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren verzeichnet, besonders bei Frauen [2].
Weltweit treten pro Jahr fast 650'000 Neuerkrankungen auf und mehr als 350'000 Patienten sterben jährlich an dieser Erkrankung [3]. In der Schweiz beträgt die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr rund 1'300 und pro Jahr sind ungefähr 450 Todesfälle aufgrund dieser Erkrankung zu verzeichnen [4].  Die mittlere Überlebenszeit von Patienten mit rezidivierender und/oder metastasierender Erkrankung beträgt heute ca. 6-9 Monate [5]. Mittlerweile sind auch Überlebenszeiten von mehr als 10 Monaten möglich [6].
Kopf-Hals-Karzinome im Überblick:
  • Zu den Kopf-Hals-Karzinomen zählen epitheliale Tumore, die von Geweben oder Organen im Kopf-Hals-Bereich ausgehen, mit Ausnahme der Augen, des Gehirns, der Ohren, der Schilddrüse und der Speiseröhre.
  • Kopf-Hals-Karzinome können für Patienten besonders belastend sein, weil sowohl die Krankheit als auch die chirurgische Entfernung des Tumors einen Teil des Körpers betrifft, der meistens sichtbar ist. Damit wird die Lebensqualität beeinflusst, da als Folge meist eine deutliche Beeinträchtigung der alltäglichen Aktivitäten wie z.B. Essen und Trinken, Atmen und Sprechen entsteht. Aufgrund des veränderten Aussehens stellen Erkrankung und Therapie häufig auch eine zusätzliche psychische Belastung dar.
Zu den Symptomen, die einerseits von der Öffentlichkeit nicht als solche wahrgenommen [7] und andererseits von Patienten über längere Zeit ignoriert werden, zählen im Allgemeinen:
  • Wunde Stellen im Mund, die mehr als zwei Wochen lang nicht verheilen;
  • Geschwülste an den Lippen, im Mund oder in der Kehle;
  • Schwierigkeiten beim Kauen oder Schmerzen beim Schlucken;
  • Anhaltende Halsentzündung;
  • Eine dauernd verstopfte Nase oder Nasenbluten;
  • Schwellungen am/im Hals oder Kiefer;
  • Lang anhaltende Heiserkeit oder eine Veränderung der Stimme;
  • Ohrenschmerzen;
  • Geringes Hervorstehen der Zunge;
  • Schmerzen im Gesicht oder Oberkiefer;
  • Ungewöhnliche weisse (Leukoplakie) oder rote (Erythroplakie) Flecken im Mund.
Es besteht eine enge Verbindung zwischen Kopf-Hals-Tumoren und Tabakkonsum sowie übermässigem Alkoholkonsum. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen intensive Sonnenexposition, Exposition gegenüber inhalierten Schadstoffen wie Asbest, Holzstaub oder Chemikaliendämpfe, Infektion mit dem Papilloma-Virus (HPV) oder schlechte Mundhygiene.
Über 90 Prozent der diagnostizierten Kopf-Hals-Tumore fallen in die Kategorie der Plattenepithelkarzinome [8]. Das Vorhandensein des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) übt einen wesentlichen Einfluss auf das Zellwachstum dieser Karzinome aus und ist beifast allen Plattenephithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich überexprimiert [9,10].
 
bridge with a couple
Merck Serono Medikamente:
Klicken Sie hier um Merck Serono Medikamente einzusehen 
[1] Hunter KD et al.; Profiling early head & neck cancer. Nat Rev
     Cancer 2005,5:127-135
[2] Cancer.Net (www.cancer.net)
[3] GLOBOCAN (http://globocan.iarc.fr/factsheets/cancers/all.asp)
[4] http://www.asrt.ch/ 
[5] Argiris A, Li Y and Forastiere A. Prognostic factors and long-term
     survivorship in patients with recurrent or metastatic carcinoma of
     the head and neck: An analysis of two Eastern Cooperative
     Oncology Group randomized trials. Cancer 2004; 101: 2222-2229
[6] Vermorken J-B et al.; Platinum-Based Chemotherapy plus
     Cetuximab in Head and Neck Cancer. NEJM 2008,359:1116-1127 
[7] Lefebvre J-L et al., "About Face" survey uncovers significant 
     between-coutry variation across Europe in general public's
     awareness of head & neck cancer. ECCO-ESMO 2009,
     Abstract 8510
[8] Parkin DM, Bray F, Ferlay J, et al. Global cancer statistics, 2002.
     CA Cancer J Clin 2005;55:74-108
[9] Christensen ME, Therkildsen MH, Hansen BL, et al. Epidermal 
     growht factor receptor expression on oral mucosa dysplastic
     epithelia and squamous cell carcinomas. Eur Arch 
     Otorhinolaryngol 1992;249:243-247
[10] Rubin Grandis J, Melhem MF, Barnes EL, et al. Quantitative
       immunohistochemical analysis of transforming growth factor-
       alpha and epidermal growth factor receptor in patients with
       squamous cell carcinoma of the head and neck. 
       Cancer 1996;78:1284-1292
 
 
Ausschlussklausel

Die Erläuterungen auf diesen Seiten dienen nur der allgemeinen Information. Ohne den Rat eines qualifizierten Arztes dürfen diese nicht zur Diagnose, Behandlung, Therapie oder Verhinderung einer Krankheit verwendet werden. Sie ersetzen nicht eine ärztliche Beratung oder Untersuchung. Krebs ist eine schwere Krankheit, die von einem Spezialisten auf diesem Gebiet diagnostiziert werden sollte. Vor Beginn einer Behandlung muss ein Arzt zu Rat gezogen werden.