Krebs ist die zweithäufigste Todesursache nach den Herz-Kreislauferkrankungen in den Industrieländern. Trotz der Fortschritte
beim Screening, der Aufklärung und der Früherkennung steigt die Zahl der Krebserkrankungen weltweit an. Aufgrund der Zunahme
der alternden Bevölkerung mit einem höheren Krebsrisiko wird sich dieser Trend wohl fortsetzen. Mit 2,6 Millionen neuen Krebserkrankungen,
die jährlich in Europa und den USA diagnostiziert werden, bleibt Krebs auch weiterhin ein Bereich mit hohen Therapiedefiziten.
Das Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Hals-Bereich (SCCHN), üblicherweise als Kopf-Hals-Tumor bezeichnet, ist eine Erkrankung
mit hohen Therapiedefiziten. Während der letzten zehn Jahre wurde weltweit ein deutlicher Anstieg von neu erkrankten Patienten
mit Kopf-Hals-Tumoren verzeichnet.
In der Schweiz beträgt die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr rund 1'300 und im Jahr sind ungefähr 450 Todesfälle aufgrund
dieser Erkrankung zu verzeichnen [1]. Zurzeit liegt die mittlere Überlebenszeit von Patienten bei rezidivierendem Krankheitsverlauf
oder bei Metastasenbildung bei nur etwa sechs Monaten [2].
Kopf-Hals-Karzinome im Überblick:
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Zu den Kopf-Hals-Karzinomen zählen epitheliale Tumore, die von Geweben oder Organen im Kopf-Hals-Bereich ausgehen, mit Ausnahme
der Augen, des Gehirns, der Ohren, der Schilddrüse und der Speiseröhre.
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Kopf-Hals-Karzinome können für Patienten besonders schwerwiegend sein, weil sowohl die Krankheit als auch die chirurgische
Entfernung des Tumors den Teil des Körpers betreffen, der am meisten sichtbar ist; das führt üblicherweise zu einer deutlichen
Beeinträchtigung von alltäglichen Aktivitäten, wie z.B. Essen, Trinken, Atmen, Sprechen sowie das Aussehen.
Zu den Symptomen, die von den Patienten oft für eine lange Zeit ignoriert werden, zählen im Allgemeinen:
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Wunde Stellen im Mund, die mehr als zwei Wochen lang nicht verheilen;
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Geschwülste an den Lippen, im Mund oder in der Kehle;
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Schwierigkeiten beim Kauen oder Schmerzen beim Schlucken;
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Anhaltende Halsentzündung;
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Eine dauernd verstopfte Nase oder Nasenbluten;
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Schwellungen von Hals oder Kiefer;
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Lang anhaltende Heiserkeit oder eine Veränderung der Stimme;
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Ohrenschmerzen;
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Geringes Hervorstehen der Zunge;
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Schmerzen im Gesicht oder Oberkiefer;
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Ungewöhnliche weisse (Leukoplakie) oder rote (Erythroplakie) Flecken im Mund.
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Es besteht eine enge Verbindung zwischen Kopf-Hals-Tumoren und Tabakkonsum sowie Alkoholmissbrauch.
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Über 90 Prozent der diagnostizierten Kopf-Hals-Tumore fallen in die Kategorie der Plattenepithelkarzinome [3].
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Das Vorhandensein des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors übt einen wesentlichen Einfluss auf das Zellwachstum von Plattenepithelkarzinomen
im Kopf-Hals-Bereich aus. Der epidermale Wachstumsfaktorrezeptor ist bei fast allen Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich
exprimiert [4,5].