Die Krebszelle als Ziel
Die Zerstörung der Tumorzelle bleibt das wesentliche Ziel jeder Krebsbehandlung. Da es verschiedene Wege gibt, dieses Ziel zu erreichen, umfasst die Onkologie Pipeline von Merck Serono Therapien mit ganz unterschiedlichen Wirkspektren gegen Tumorzellen, insbesondere die Beeinflussung der Signalwege von Zellvermehrung und Überleben, was Wirksamkeit gegen viele verschiedene Tumorarten bietet.
Die Tumorumgebung als Ziel
Tumorzellen sind nicht nur durch direkte Wirkung von Krebstherapien angreifbar, sondern auch mittels Strategien, die zu einer für sie lebensfeindlichen Umgebung führen. Tumorzellen schütten angiogenetische Faktoren in ihre Umgebung aus, die wiederum Endothelzellen aktivieren und die Neubildung von Blutgefässen fördern, sodass ein neues Gefässsystem entsteht. Die Angiogenese kann gehemmt werden durch das Verhindern der Freisetzung von pro-angiogenetischen Faktoren oder durch das Blockieren von Integrin-vermittelten Signalwegen, die eine wesentliche Rolle bei der Proliferation der Endothelzellen spielen. Die Hemmung der Angiogenese raubt dem Tumor sein Hauptvermögen, sich eine selbstversorgende Umgebung zu schaffen und reduziert die Gefahr der Metastasenbildung.
Es wird zunehmend offensichtlich, dass die Tumorumgebung wesentlich dazu beiträgt, dass die Tumorzellen nur sehr beschränkt abhängig sind von exogener Wachstumsstimulation. Die Neutralisierung derartiger Tumor-Wachstumsfaktoren durch Köderrezeptoren (Decoy-Rezeptoren) ist ein weiterer, viel versprechender Ansatzpunkt die Tumorumgebung gezielt anzugreifen.
Das Immunsystem als Ziel
Immuntherapien und Impfstoffe, die die Fähigkeit des eigenen Immunsystems des Patienten erhöhen, den Krebs zu bekämpfen, sind ein weiterer wichtiger Bereich, auf den sich die Forschung und Entwicklung von Merck Serono Onkologie konzentriert.